vegan in Hamburg, veganer Imbiss und veganes Essen in Restaurants
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Vegan in Hamburg

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Der letzte Logbucheintrag ist lang her und es gibt so manches zu berichten. Zuletzt war ein Teil der Crew mit mir im schönen Hamburg. Wir trotzten dem Schietwetter und ließen uns nicht vom Weg abbringen, so konnten wir fette Beute machen! Die Hansestadt hielt so manchen kulinarischen Schatz für uns bereit und wir schwelgen noch immer sabbernd in Erinnerungen. Tatsächlich zog es uns aus zweierlei Gründen in die Stadt im Norden: der Fischmarkt und ein kleines indisches Restaurant haben es uns bei einem kurzen Aufenthalt in Verbindung mit den Wacken Winternights 2018 angetan! Aber auch Land (Wasser) und Leute hinterließen einen guten Eindruck.

Hier zeig‘ ich euch nun, was, wo und wie wir vegan in Hamburg geschlemmt haben!

Samstag

Nachdem wir in unserem Hostel angekommen sind, wurde ein Corona Test verlangt, worauf vorher aber nicht hingewiesen wurde. Deshalb waren wir dann mit Baby und Gepäck 2.5 Stunden unterwegs, um den geforderten Test zu beschaffen, den dann plötzlich doch niemand sehen wollte. Jedenfalls haben wir so besonders leckere Falafel in einem Wrap verköstigt, die wir sonst vermutlich nicht auf dem Schirm gehabt hätten! Die gab es am Hauptbahnhof in einem ganz ganz kleinen Imbissstand, die Falafel wurden frisch vor unseren Augen zubereitet.

Falafelwrap

Auf dem Weg zum Hostel erbeuteten wir noch eine äußerst schmackhafte Box mit Cig Köfte.

vegane Cig Köfte mit Petersilie, Salat, Granatapfelsoße und Zitrone

Endlich am Zimmer angekommen machten wir dann von einem Lieferservice gebrauch. Man gönnt sich ja sonst nichts.

vegane Sushibox von https://locosushi.de/
– 2x LOCO HOT AMARILLO (5 Stk.)
–  LOCO MARANON (5 Stk.)
– LOCO LATINO GANG (5 Stk.)
– LOCO BBQ SHROOM (5 Stk.)
– LOCO PLATANO (5 Stk.)

Das war drin

Amarillo: Avocado⎥Gurken⎥Paprika⎥
Karotten⎥Lauchzwiebeln⎥ummantelt von süsser Mango
⎥getoppt mit schwarzem Sesam⎥Chilifäden⎥
Alfalafa Sprossen und Chilimayonnaise

Maranon: Süße Mango⎥Mandel-Frischkäse⎥ Avocado | Babyspinat⎥ getoppt mit schwarzem Sesam⎥ karamellisierte Cashewkerne⎥ rote Beete Sprossen und Salsa Tonkatsu

Latino Gang: Pulled Bief⎥ schwarze Bohnenpaste⎥ Avocado⎥ ummantelt von gegrillter Paprika⎥ getoppt mit Tortilla Chips und Chilimayonnaise

BBQ Shroom: Pulled BBQ Shroom l Paprika l Coleslaw l Grüner Spargel I VBacon l getoppt mit crunchy Chips & Salsa Tartara

Platano: Backvishfilet⎥Mandel-Frischkäse⎥Avocado⎥
Lauchzwiebeln⎥ummantelt von süsser Kochbanane⎥
getoppt mit schwarzem Sesam⎥Kaviar und Salsa Tartara

Fazit: Keine Ahnung was am besten war – es war alles so unfassbar lecker!!! Selbst der Ingwer war außergewöhnlich gut, vermutlich selbst eingelegt und nicht gekauft.

Sonntag

Nachdem wir uns auf dem Fischmarkt mit einem Kaffee gestärkt hatten, bekamen wir diverses Obst geschenkt, da wir eine besonders niedliche Matrosin mit im Schlepptau hatten. Neben Obst füllten wir die leeren Mägen noch mit Resten vom vorherigen Abend. Später gab es einen Becher Bubble Ice Tea, den es auch mit veganer Milch gegeben hätte.

Bubble Ice Tea

Am Nachmittag ging es dann endlich zu dem kleinen indischen Restaurant, das uns, wie schon erwähnt, bereits 2018 verzückte. Und Halleluja- wie geil kann Essen eigentlich schmecken? Perfekt abgestimmte Gewürze, ordentlich Schärfe und mein Smutje träumt heute noch von den würzigen, prall gefüllten Samosas vom Inder 😉

(http://badshahrestaurant.de/ Ein Blick in den Menüpunkt „Über uns“ gibt Einblick in die Küche – die wohl größer ist, als der Gastraum)

Vegetarian Curry Thali, Aloo Mattar Thali,
Gobi Pakoras, vegetable Samosas, Palak Pakoras
Vegetable Biryani

Aus der Dessert-Theke waren noch zwei Leckereien vegan, die wir natürlich mitnahmen zum Probieren. Die gelben Bällchen – keine Ahnung was genau es war – waren ganz ok, der frittierte Zucker-Teig war nicht so unser Fall.

„gelbe Bällchen“
Teig, Zucker, Fett = Nachtisch

Da der Nachtisch nicht allzu befriedigend war, machten wir uns noch auf zu dem außerordentlichen feinen Eisspezialitäten von Luicellas Ice Cream.

Himbeer-Prosecco, gebrannte Mandel- Ahornsirup, Erdbeer-Minze, Pistazie-Schokostücke

Erfrischt und gestärkt zogen wir weiter und erkundeten die wunderschöne Parkanlage „Planten un Blomen“. Eigentlich wollten wir nur kurz mal durchschlendern aber es gefiel uns so gut dort, dass wir dann doch eine ganze Weile blieben, um diverse Pflanzen zu bewundern und die angenehme Atmosphäre zu genießen. Diese grüne Oase liegt im Zentrum Hamburgs und bietet mit vielen lauschigen Ecken den Besucher*innen eine herrliche Möglichkeit, dem Großstadt Trubel zu entkommen!

Am späten Abend bestellten wir uns noch Pizzen bei Domino’s. Alle drei waren gut aber mehr auch nicht. Der Boden erinnerte nicht wirklich an einen Pizzaboden und zu viel Pizzasoße machten das Geschmackserlebnis leider etwas kaputt. Ich denke aber, dass wir einfach Pech bei der Zubereitung hatten und es sonst besser schmeckt.

Vegan BBQ mit veganem Reibeschmelz, veganen Filetstücken Hähnchen-Style, Paprika, rote Zwiebeln, Mais und Vegane Curry Sauce
Kap Verde mit Tomaten, veganem Reibeschmelz, Broccoli-Röschen und frischen Champignons
Ventura mit Tomaten, veganem Reibeschmelz, Blattspinat und Knoblauch in Öl

Montag

Eine Pizza am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen!

Die erste Energie des Tages gab’s in Form von Pizza und lachenden Gesichtern.

Weiter ging es mit köstlichem, leider unfotografiertem Gebäck von Denns: Franzbrötchen, Croissant und je eine riesige Kichererbsen- und Gemüsefrikadelle.

Wind und Wetter trotzend navigierten wir in Richtung Reeperbahn. Das dortige Highlight ist meiner Meinung nach der ansässige Penny Markt, der passend zum Viertel mit Leuchtstoffröhren und schmissigen Beschriftungen für die verschiedenen Abteilungen ausgestattet ist.

Penny Reeperbahn
Sexy Backwaren

Neben ein paar Snacks wie Chips und Salzbrezeln, tüteten wir noch schnell ein paar Brötchen für später ein. Diese dienten bei einer Verschnaufpause in unserer Unterkunft als Unterlage für eine ganze Tüte voll Avocados, die wir auf dem Fischmarkt für schlappe 3 Euro erbeuteten. Zwar mussten wir ungefähr ein Drittel davon entweder komplett aussortieren oder aber großzügig ausschneiden – bei mindestens 20 Avocados für nur 3 Euro nahmen wir die Arbeit aber gern in Kauf! Manche waren auch astrein aber der Avocadokauf ist im Prinzip ja immer ein Glücksspiel.

Next Stop: Kjeks (https://kjeks.de)

Dort durften wir köstliche vegane Donuts genießen! Außerdem, nicht auf dem Foto zu sehen, vertilgten wir noch ein Gläschen Cookie Dough.

vegane Donuts in den Sorten Lemon Squash, Blueberry White Chocolate, Bueno Kakao und Bienenstich

Den Nachmittag verbrachten wir mit sogenanntem Shopping, bei dem man Gold gegen Ware tauscht. Wir konnten das Prinzip nicht ganz nachvollziehen, spart man sich bei einer Plünderei doch das Gold und hat viel mehr Spaß dabei aber wir probieren ja auch gerne mal was neues aus. Um nicht als Kulturbanausen zu gelten, bestaunten wir sogar kurz das prachtvolle Hamburger Rathaus. Schließlich war auch schon wieder Zeit und Platz für ein Abendmahl. Dazu zog es uns zu Rommans vegetarisch-syrischem Restaurant.

Tagesgericht: Reis, Salat, Hummus und dazu Erbsen-Karotten-Soße
Erbsen-Karotten-Soße
Spinattasche, Brot und im Hintergrund Babaganoush
Falafel-Teller

Dienstag

Unser morgendlicher Spaziergang führte uns zu einem Backwerk an einer S-Bahn Station. Leider war die Auswahl hier sehr beschränkt. Neben schwarzem Kaffee entschieden wir uns für eine vegane Schnitzelsemmel (oder so ähnlich, war ziemlich trocken), eine Apfeltasche sowie Brezen und marschierten weiter zum Hafen. Nachdem wir aus dem völlig überfüllten Elbtunnel zurück zu den Landungsbrücken flüchteten, mussten wir erstmal bei „Nordsee“ mit veganen Fish and Chips wieder zu Kräften kommen. Mit der Linie 62 schipperten wir bis Neumühlen/ Ovelgönne. Ich gebe das Ruder ja nur ungern aus der Hand aber der Kollege machte seinen Job nicht schlecht. Zum Kapern des Schiffes fehlte leider auch die Zeit, denn unsere Mägen begannen bereits wieder zu knurren. Nachdem wir versuchten im Museumshafen Ovelgönne ein wenig Bildung in unsere Hohlköpfe zu bekommen, eilten wir weiter zum nächsten Festmahl bei An Vegan House (https://www.an-vegan-house-ii-hamburg.de/).

Mein Anker
vegane Tapas auf asiatisch
BRUCE LI: karamellisierte Birnen in einer Sojasoße mit zarten Sojamedaillons und Röstzwiebeln
FIVE SENSES: seidiger Tofu ummantelt von knusprigen Green Rice Flakes und Himbeer-Chili-Dip
KHO TO: geschmorte Sojabällchen mit frischem Kürbis, Zitronengras und Knoblauch
CHA MIA: marinierter Seitan an einem frischen Zuckerrohrstängel mit einem Chili-Limetten-Dip
CARY SOUP: mit rotem Curry, Tofu, Sojabällchen, Kokosmilch, Zitronengras und frischem Saisongemüse
GREEN ROLL: gegrillter Tofu, Austernpilze und Sojaschnetzel umwickelt mit aromatischen Betelblättern
Miso Suppe mit Wan Tans
DAU XIEN: gebackener Tofu an einem Spieß überzogen von einer Saté Erdnuss-Soße
HA CAO: gedämpfte Dumplings gefüllt mit Gemüse und Sojabohnen, dazu Soja-Chilisauce und geröstetem Knoblauch

Die Bilder sprechen wohl für sich – alles schmeckte himmlisch! Speziell der marinierte Seitan am Zuckerrohr, der „Drumsticks“ nachempfunden war, überraschte durch die fleischige Konsistenz und den einmaligen Geschmack!

Im Anschluss ließen wir uns erneut ein Eis von Luicellas Ice Cream schmecken und schliefen mit einem Lächeln im Gesicht ein.

Mittwoch

Der Tag der Abreise ist gekommen und wir begannen ihn mit frischen Franzbrötchen, eine süße Spezialität aus Hamburg. Sowohl mit aus als auch ohne Apfelfüllung ein wahrer Genuss! Die Kaffees waren dafür nicht so gut aber man kann eben nicht alles haben. Eine Matrosin leistete sich noch einen veganen Vanille Latte bei Starbucks. Dort wird der Name der Kundschaft auf den Getränkebecher geschrieben – in ihrem Fall „Sheeli“ oder „Sheeti“ statt richtigerweise „Charly“.

vegane Franzbrötchen

Die Crew trennte sich für eine weitere Shoppingtour. Ein Teil durchquerte die ansässigen Klamottenläden und der andere internationale Lebensmittelgeschäfte. Zum Abschied verschlug es uns nochmal zu dem indischen Restaurant, doch auf dem Weg dorthin musste natürlich nochmal eine Falafelbox mit (wieder von dem Falafelmann am Hauptbahnhof)!

vegane Falafelbox
Bhindi thali (mit Okraschoten)
veganes Bombaysandwich

Das war’s auch schon von unserer kulinarischen Reise „Vegan in Hamburg“. Viele Grüße in den Norden, wir kommen sicher bald mal wieder!