Die perfekte Pfanne ist aus Gusseisen
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Eine Pfanne für’s Leben

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Bis ich zu meiner unverwüstlichen und dennoch pflegeleichten Pfanne aus Gusseisen kam, mussten einige Vorgänger erst über Bord gehen. Ich erinnere mich an viele billige aber auch teurere Modelle, die entweder von Anfang an kein gutes Bratergebnis lieferten oder aber bereits nach kurzer Zeit zerkratzt und unbrauchbar waren.

Zu den Verflossenen unter den Pfannen zählen zum Beispiel auch welche mit buckligen Böden. Damit meine ich Pfannen, die nicht einmal plan auf der Herdplatte aufliegen (und kein Wok sind). Ein Kandidat vertrug wohl die Hitze nicht – welch Ironie für eine Bratpfanne – und wölbte sich sogar nachträglich noch. Andere litten hingegen an chronisch wackelnden Griffen.

Eine gute Pfanne ist aber ein absolutes Must-have in jeder Kombüse! Also warum mit etwas Minderwertigem zufrieden geben?

Materialien und wundersame Antihaft-Beschichtungen von Pfannen

Grundsätzlich vermeide ich Aluminium konsequent, da es im Verdacht steht, Krankheiten wie Alzheimer und Brustkrebs (Letzteres vor allem im Zusammenhang mit Deos, die Aluminiumsalze enthalten) zu begünstigen. Mein Essen möchte ich dann nur ungern in einer Pfanne mit Aluminiumkern braten, der nur von einer hauchdünnen, ominösen Schicht bedeckt ist, die sich noch dazu schnell ab- oder auflöst.

So zum Beispiel Teflon, das sich mit der Zeit löst und so direkt im Essen landet, was allerdings nicht gesundheitsschädlich sein soll – fehlt aber die Beschichtung, muss die Pfanne entsorgt und auch wieder ersetzt werden. Das kostet zum einen Geld und zum anderen ist es so natürlich auch nicht besonders nachhaltig. Außerdem gasen sie bei zu hoher Hitzebelastung aus, die sogenannten PTFE-Dämpfe erzeugen giftige Stoffe, die dann eingeatmet werden können. An dieser Stelle sei noch ein kurzer Witz angemerkt: Wenn nichts an Teflon haftet, wie haftet Teflon dann an der Pfanne? *mindblowing*

Da ich weder Chemiker noch Mediziner sondern „nur“ ein einfacher Pirat bin, möchte ich auch nicht weiter auf Zusammensetzungen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit eingehen. Dennoch sollte man sich selbst natürlich Gedanken dazu machen und sich ausreichend informieren.

Zeit für was Neues

Ich war es leid, mich mit der hundertsten Pfanne, die wieder nichts taugte, herumzuärgern und begab mich auf die Suche nach der Pfanne für’s Leben – nur einmal kaufen und für immer benutzen!

Meine Ansprüche wuchsen bei der Recherche, schließlich stand auf meiner Wunschliste:

  • Stabilität,
  • kein Aluminium,
  • keine Antihaft-Beschichtungen,
  • Hitzebeständigkeit, damit ich sie auch in den Backofen oder über offenem Feuer/auf dem Grill benutzen kann also auch…
  • keine Plastikgriffe an der Pfanne,
  • Eignung für alle Herdarten,
  • gleichmäßige Verteilung der Hitze,
  • die Hitze soll auch länger gehalten werden,
  • Langlebigkeit,
  • es soll nichts ankleben,
  • leichte Reinigung
  • aber auch der Preis sollte stimmen.

Und da war sie – die perfekte Pfanne. Ein echtes Prachtstück! Sie ist aus Gusseisen, schwer, massiv, dunkel. Diese schlichte Schönheit ist kaum zu übertreffen und noch dazu erfüllt das Teil ALLE meine Erwartungen. Seit ganzen drei Jahren begleitet sie mich nun und ich möchte sie nicht mehr missen! Sie ist quasi unverwüstlich und wenn man mit etwas Schwung ausholt, kann man sogar feindliche Piraten damit K.O. schlagen!

Die *Variante mit 30 cm Durchmesser ist meiner Meinung nach für drei bis maximal fünf Personen genau richtig. Die Bratpfanne gibt’s in verschiedenen Größen und Ausführungen und mit diversem Zubehör, dazu schreibe ich aber zum Schluss noch etwas.

„Einbrennen“ und Pflege einer Pfanne aus Gusseisen

Pfannen aus Gusseisen werden nach dem Gebrauch lediglich mit Wasser und einem Schwamm/einer Bürste gereinigt, dann wieder getrocknet und dünn mit Öl (z.B. Rapsöl) eingerieben. Das funktioniert ganz wunderbar und schnell! Das Verwenden von Spülmittel greift die Beschichtung an, die wir im Folgenden erzeugen werden. An sich ist das aber kein Problem, weil wir sie immer und immer wieder neu herstellen können. Sollte die Pfanne also mal nicht ganz sauber werden oder sogar rosten, weil sie zu lange feucht stand, kann man auch mal mit Spülmittel rangehen, darin herumkratzen und schrubben und sie anschließend einfach wieder neu einbrennen.

Um der Pfanne eine schöne Patina zu verleihen, wird sie eingebrannt. Das ist notwendig, damit später das Bratgut nicht anklebt, also eine Antihaftbeschichtung. Allerdings besteht diese ganz einfach aus Pflanzenöl. Diesen Prozess kann man immer wiederholen, wenn die Schicht nachlassen sollte oder beschädigt ist.

Das erste Mal habe ich mir das Einbrennen sehr einfach gemacht: Pfanne gereinigt, dick (Raps-)Öl rein und verteilt und die Gusseisenpfanne bei höchster Stufe im Backofen eine Stunde schmurgeln lassen. Klappte auch wunderbar. Nun entwickelt man sich aber weiter und beim nächsten Mal versuchte ich es auf diese aufwendigere aber doch lohnende Weise:

  1. Nachdem man die Pfanne gründlich gereinigt und getrocknet hat, wird sie in den auf 100° Celsius vorgeheizten Ofen gestellt, um auch letzte Feuchtigkeit zu entfernen. Dies verhindert, dass sich später Rost unter der Patina bildet.
  2. Nun wird sie auf der Innenseite mit einem Öl, das einen niedrigen Rauchpunkt besitzt (z.B. Leinöl), sorgfältig aber dünn benetzt. Beim Braten benötigen wir ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt, beim Einbrennen soll sich das Fett aber zersetzen und die Patina bilden, daher eignen sich hierfür Öle, die sonst nur für die kalte Küche verwendet werden. Wer möchte kann auch die Außenseite behandeln.
  3. Jetzt wird das aufgetragene Öl mit einem Küchentuch wieder entfernt, die Pfanne sollte danach nicht mehr glänzen. Das Material hat genug von dem Öl aufgenommen und der vorherige Schritt war natürlich nicht umsonst 🙂
  4. Die Pfanne umgedreht auf den Rost des Backofens stellen und die Temperatur auf 250° Celsius erhöhen. Wenn diese Temperatur erreicht ist, kann der Ofen ausgeschaltet werden, die Tür bleibt allerdings noch verschlossen und die Pfanne eine weitere Stunde darin und kühlt so aus.
  5. Die Schritte 2 bis 4 mehrmals wiederholen, ca. fünf Mal, bis sie nach der Behandlung leicht glänzt.

Das Endergebnis braucht beim Braten anfangs eventuell noch etwas mehr Öl aber dann hat man auch eine wunderbar feste, langanhaltende und natürliche Antihaftbeschichtung!

Die Qual der Wahl

Als Deckel passt bei mir ein Topfdeckel, den ich bereits besessen habe, sowie der Deckel einer Tajine. (Ein Deckel ist natürlich nicht zwangsläufig notwendig aber dennoch möchte ich hier anmerken, dass die angebotenen Deckel der Firma meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zum Preis der Pfannen stehen.)

Passend zu den Pfannen gibt es auch noch einen *Silikonschutz, da der Griff beim Braten heiß wird! Diesen gibt es sogar in verschiedenen Farben. Ich habe mich persönlich noch nicht daran verbrannt und benutze immer ein Geschirrtuch oder einen Topflappen, um die Pfanne anzufassen.

Für ein oder zwei Personen sollten *26 cm Durchmesser genügen. Für meine 3-köpfige Besatzung reicht diese Größe aber oft nicht aus.

Ich selbst liebäugle aktuell sogar mit der noch größeren *Variante mit 38 cm Durchmesser.

Von der gleichen Marke gibt es auch *Grillpfannen, die die typischen Rillen aufweisen. Für Pfannkuchen und Co. sind diese aber wohl eher ungeeignet. Auch cool und etwas platzsparender durch zwei kurze Griffe finde ich *diese Ausführung wofür es dann auch wieder den *passenden Silikonschutz gäbe. Ebenfalls im Angebot: Schmortöpfe, Bräter, Grillplatten und mehr…

Ich bin sehr froh über diesen Schatz und kann ihn jedem nur wärmstens empfehlen! Wer jetzt Lust bekommen hat, etwas anzubrutzeln, probiert gerne mal eins von diesen Rezepten aus:

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